Berichtarchiv aus den Vorjahren:

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Motorsport Freunde Freising '73 e.V. im ADAC

Mossandl Rallye, Mamming 29.10.2011 (von Sissi Peter)

Der Endlauf zur Deutschen Amateur Rallyemeisterschaft 2011 in Mamming wurde am 29.10.2011 direkt vor der Haustüre der MSF-Motorsportschmiede - Auto Wutzer, Moosburg - ausgetragen. Kein Wunder also, dass die eingeschrieben MSF’ler Andi Glöckner, Johann „Bonsai“ Schachtner und Hans Kögl auch ohne Titelchancen hier doch noch ein paar Meisterschaftspunkte holen wollten.
Mit der Nennung gingen aber mal wieder die Dramen los: Hochmotiviert fuhr Bonsai am 16.10. den Schottersprint des MSC 12 als Testlauf auf Schotter. Leider hat ihm sein Mazda den Versuch, die Schikane umzubauen ziemlich krumm genommen. Umgehend wurden mit Hilfe von Freunden aus der Stockcar-Szene schweiß-technische Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet. Die Erfolgsaussichten der Aktion waren aber so gering, dass der Versuch abgebrochen wurde. Über den Winter ist jetzt ein Neuaufbau geplant. Wie schon drei Wochen vorher in Rosenheim waren die Nennungen des MSF Freising damit wieder sortenrein – nur Opel.
Als nächsten hat es Hans Kögl erwischt. Bremsen neu gemacht, aber überbremsen granatenmäßig. Das Regelventil erfordert also eine erste Test- und Einstellfahrt. Hans hat ja sein „persönliches Bermudadreieck“, in dem auch schon Glöckners erster Manta-Motor sein Leben ausgehaucht hat. Dort gab sich sein Ex-Schieritz-Ascona erst mal ziemlich spröde. Genauer gesagt war ein Riemen spröde, ist zerbröselt und hat die Kabel am Verteiler abgehackt. Selbstverständlich konnte der Schaden mit dem 24h-Service der Wutzer-Motorsport-Abteilung schnell behoben werden. Für den abgelaufenen TÜV ließ man dann am Freitagmittag noch schnell einen Prüfer einfliegen und so gingen am Samstag in der Klasse 9 die Teams Hans Kögl / Christine Peter im blaugelben Ascona B und Andreas Glöckner / Jürgen Matscheko im gelbgrünen Manta B tatsächlich an den Start. Diese Klasse war mit 17 Startern nicht nur die größte, sondern enthielt mit drei Huber-Motoren auch den meisten Sprengstoff im gut besetzten Feld der knapp 90 Teilnehmer. Trotz größter nationaler Sicherheitsbedenken fand die Rallye wirklich statt und der Sonderpreis für die besten pyrotechnischen Spezialeffekte ging wider Erwarten an den Subaru STI WRX der in der Gruppe 3 der Meisterschaft führenden Andreas Kropf / Werner Pils. Die beiden wollen deshalb am Sonntag in Mamming mit dem im MSF bestens bekannten Opel Calibra, der mittlerweile in Weidwies heimisch geworden, ist an den Start gehen…
Aber zurück zum Veranstaltungsbericht für den Samstag. Los ging es mit einer Besichtigungsrunde, bei der die beiden WPs jeweils nur einmal abgefahren werden durften. Gott sei Dank hatten wir den Schrieb vom Vorjahr dabei, in dem wir nur noch eine Schikane ergänzen mussten. Der Zeitplan wurde sehr flexibel gehandhabt und eigentlich ist Mamming die wahre Osterrallye – man sucht hier nur keine Ostereier sondern Startpark oder ZK’s usw.
Zuerst stand zweimal die knackige Asphalt WP auf dem Programm. Dank der gewohnt perfekten und fachkundigen Betreuung durch unsere Servicemänner Sigi und Anderl Schwaiger nahmen wir die erste Etappe mit Racings unter die Räder, konnten unsere Vorjahreszeiten deutlich verbessern und waren nach WP2 hinter Bachhäubl / Rohrmoser auf Kadett E und Kleinwächter /Kleinwächter auf Ford Escort respektable Dritte in der Klasse. Danach ging es ins Kieswerk und wir wechselten auf Schotterreifen. Sigi’s Zitat „Die schlechtesten Radl sind die, die man nicht dabei hat“ möchte ich an der Stelle um den Zusatz „oder die auf den Felgen sind, die nicht drauf passen“ ergänzen. Der Hans hat dem Andi aber natürlich in seiner bekannt großzügigen Art Spurplatten und zwei Reifen auf passenden Felgen für die Vorderachse geliehen. Ich konnte aber nicht genau ergründen, ob es an den verschiedenen Reifengrößen lag, sich Andi auf WP4 plötzlich so im Fahrrausch befand oder ihn die brachiale Leistung seines H-Sport-Triebwerkes derart beflügelt hat, dass er den Notausgang einer Links 2 eng als Startrampe für den Griff nach den Sternen missbrauchen wollte. Vermutlich hat nur der immense Spritverbrauch seines Mantas den kometenhaften Aufstieg des Andi Glöckner verhindert und er konnte mangels Treibstoff nicht zu seinem Ritt ins All und in eine Erdumlaufbahn durchstarten. Sorry, an der Stelle ist meine Fantasie jetzt ein wenig mit mir durchgegangen, aber das liegt an dem Bild, das sich uns bot, als wir zu der Senke mit der Links 2 eng kamen. Der Manta sah aus, als stehe er auf seinem hinteren Nummernschild – abschussbereit wie eine Challenger-Rakete beim Start in Cape Canaveral – halb im Graben neben dem oberen Ende der steilen Rampe. Das Traurige an der Sache ist aber, dass die Rallye an dieser Stelle für Andi und Jürgen nur deshalb beendet war, weil die Streckenposten den Notausgang blockiert hatten. Wenigstens ist den beiden nichts passiert und der Manta kam nach Ende der Veranstaltung aus eigener Kraft zurück zum Rallyezentrum.
Der Wechsel auf die kernige Schotter WP 3/4/5 hat erwartungsgemäß das Klassement durcheinandergewürfelt. Thomas Kleinwächter übernahm schon nach WP 3 die Klassenführung und gab sie auch nicht mehr ab. Jürgen Bachhäubl wurde letztendlich Dritter. Hans und ich mussten uns im Schotter ebenfalls von Schulz / Schulz auf Opel Kadett D auf den 4. Platz verdrängen lassen. (Von wem stammt eigentlich der blöde Satz „im D Kadett liegt die Zukunft“?) Aber wer weiß, wofür der 4. Platz letztendlich gut war. Die DMSB-geprägte Meinung meines Fahrers über das „Stockerl“ auf der Siegerehrung war: „Eigenbau ohne Zertifikat - betritt er erst nach dem einschweißen von Zusatzstreben oder Knotenblechen“
Gesamtschnellste des Tages wurden Bäumlerb / Bäumler aus der Gruppe 3 (Allrad-Fahrzeuge über 200PS) vor Alois Nothdurfter mit dem Ex-Kögl-Beifahrer Gerhard Heger auf dem heckgetriebenen Ford Sierra RS Cosworth 2WD (Gr. 2/Kl. 10, d.h. verbesserte Fahrzeuge über 2 Liter) und Sepp Gruber / Rudi Nothdurfter auf Ford Sierra RS Cosworth 4x4 ebenfalls Gruppe 3.
Mein Fazit: Es war insgesamt eine tolle Rallye und als Zuckerl durfte ich es mal wieder genießen, wie Hans mit dem Ascona auf Schotter Ballett getanzt hat. DANKE AN ALLE HELFER, die als Posten, Service usw. in Mamming geschuftet haben!!!

 

 

3-Städte Rallye 2011 (von Reive)

Ja wo fängt man da an. Kurz zu den Daten. Start und Serviceplatz in Karpfham bei Rotthalmünster/Niederbayern. 295 Km Gesamtstrecke und gut 110 km Wertungsprüfungen mit 96 % Asphalt mit knapp 100 Startern. Freitag den 26.10.2011 Abnahme und Training, Samstag 27.10.2011 Start 9 Uhr und Ziel 17 Uhr im Haslinger Hof.
Für unsere Jüngeren, aus der ehemaligen ADAC 3-Städte Rallye (München-Wien-Budapest) der 60er Jahre ist nach irgendwelchem Ärger mit dem Ungarischen oder Österreichischen Automobilverband eine Veranstaltung im niederbayerischen Raum geworden. Anfangs in Straubing mit Prüfungen von Landshut bis in den tiefen bayerischen Wald und manchmal sogar bis nach Regensburg mit etwa 800 km Gesamtstrecke und etwa 250 km Wertungsprüfungen. Wobei da der Schotteranteil immer circa 25 % war. Nunmehr ist sie seit Jahren im Bäderdreieck bei Pocking/Rotthalmünster/Griesbach anzufinden, und zu einer Eintagesveranstaltung der Vereine Fürstenzell und Hutthurm geworden.

Am Rande sei noch erwähnt, 1983 bin ich die 3-Städte zum ersten mal gefahren, allerdings als Beifahrer an der Seite von Erdmann Treffurth. Hans Kögl/Heger waren damals übrigens ebenfalls mit ihrem C-Kadett mit von der Party. Und noch etwas ist mir aufgefallen und ist auch erwähnenswert.
Gerhard Weiss alias Pfluftl, Hermann Gassner, Ruben Zeltner und Reinhard Veit waren die Vier die heuer nach 28 Jahren auch wieder dabei waren.
Wobei es da unterschiedliche Entwicklungen gegeben hat.
Hermann Gassner ist heute mehrfacher Deutscher Rallyemeister, Ruben Zeltner ist vom damaligen Beifahrersitz des Freddy Kottulinsky auf den Fahrersitz gewechselt und fährt heute mit einem Porsche GT3 von Gesamtsieg zu Gesamtsieg. Reinhard Veit konnte sich vom Beifahrersitz des C-Kadettes auf den Fahrersitz eines F-Astras steigern. Nur für Pfluftl hat sich am wenigsten verändert, er war heute wie damals auf dem Beifahrersitz eines tatsächlich blauen 2002er BMW gesessen und ist ausgefallen.
Aber nun zur Veranstaltung. Mein Beifahrer hieß diesmal Fred Winklhofer. Wir kennen uns schon gut 25 Jahre vom Magrazin machen und bevor es gar nicht mehr geht, wollten wir mal zusammen im Opel Astra fahren. Da bot sich diese Veranstaltung natürlich an. Sigi, Tom Eder, Peter Messer und Dirk Lösing waren unser etwas überdimensionierter, aber bestens funktionierender Service. Unser Youngster Andreas mit 10 Jahren muss auch erwähnt werden, er hatte stets den Überlick am Serviceplatz und kochte perfekten Kaffee. „A bo mera Ralliautos am Servis wan hiod besser gewesn“. Der Trainingstag, die diversen Abnahmen verliefen problemlos und endeten in der so genannten Rallyeparty im Haslinger Hof. Ich tue es ungern aber den Haslinger Hof muss man zumindest aus meiner Sicht fast schon als negativen Punkt der Rallye erwähnen. Schon gegen 20 Uhr stehen die ganzen überstandigen, sonnenstudiogebräunten, arbeitsscheuen, und tief dekolltierten Damen am Eingang des Rallyebereiches und warten auf die Disco.
Pünktlich gegen 21 Uhr fängt der DJ dann auch an mit Tschingsdarasabumssasa Musik (übrigens ein Wort das Google nicht kennt) und vertreibt das sich „unterhalten wollende“ Rallyevolk. Aber es ist natürlich schwierig ein geeignetes Etablissement, Lokal, Halle etc. zu finden, das sehe ich natürlich auch ein.
Nach dem hervorragenden Entenbraten des ADACs und ein paar Bierchen verzogen wir uns gegen 23 Uhr in unsere Betten. Das Wetter war für den Samstag mit trocken prognostiziert worden. Feig wie wir nun mal sind, fuhren aber wir den ersten Turn des Vormittages fast als einzige mit einen relativ weichen Intermate. Bei 3 Grad trauten wir dem Slick einfach noch nicht. Außerdem bin ich noch nicht ganz angekommen in unserem Gruppe A-Astra. Für einige vielleicht unverständlich, aber die Abläufe im Auto und das Handling ist schon noch mal eine andere Nummer als in dem brav dahin schnurrenden Gruppe N-Astra. Aber wir werden das schon wieder hinbekommen.
Erste Prüfung, das ehemalige Bergrennen von Griesbach, allerdings bergab. Dann zwei Prüfungen mit Essenbach 9 km und St.Salvator als Rundkurs und 19 km. Die Intermate bescherten uns in St.Salvator eine etwas ungünstige Fahrzeit, aber trotzdem waren wir am Service zufrieden. Jetzt ging es mit Slicks in die zweite Runde. Wir freuten uns auf St.Salvator das zweitemal. Mit Slicks wollten wir sehen wo wir zur Konkurrenz stehen würden. Aber kurz vor unserem Start erreichte uns die Information WP-Abbruch nach Unfall. Noch war Freds Sohn Pirmin als Beifahrer des schnellen Raffael Sulzinger in der Prüfung, aber dank eines Internetzugangs von Fred im Rallyeauto wussten wir bald das der Auslöser wohl Rotter im Opel Corsa sein müsste.
Nach der Neutralisation und dem erneuten Service in Karpfham erfuhren wir um die haarsträubenden Geschehnisse auf dieser Prüfung. Das ganze in einem Abschnitt bei dem man im letzten Gang ausgedreht, bergab durch den Wald fährt. Aber ein Motorschaden Rotters zog durch Öl auf den Vorderreifen einen Abflug in den Wald nach sich. Der Corsa fällte einen Baum, Baum fällt auf die WP trifft einen nachfolgend fahrenden Mitsubishi des Teams Schuhej/Reith und der BMW M 3 von Hahn/Hinterwäller kann ebenfalls nicht mehr bremsen und fährt in die Unfallstelle. Dass einzig Positive niemand wurde bei dieser unvorstellbaren Aktion verletzt.
Mittags nach der halben Rallye führte nach dem Ausfall von Gassner/Thannhäuser der Porsche der Zeltner vor dem Porsche des Teams Bernhard/Wicha.
Schnellster Mitropa-Cup-Fahrer Anton Werner/Ralf Edelmann in einem Urquattro an sechster Stelle liegend. Zu dem Zeitpunkt wusste ich es zwar nicht aber Fred und ich waren 19 im Gesamt. Freds Sohn mit Raffael Sulzinger bereits Siebte der Gesamtwertung. Nach erneutem Service standen die beiden Nachmittagsumläufe mit etwas mehr Schotter an. Wir gingen die Sache wieder ruhig an und spulten unser Programm normal ab. In Wertungsprüfung 8 fiel der zweite Magraner Gerhard Weiss mit Andy Wetzelsberger mit technischem Defekt aus. Die Hafners haben einen Ausritt in der Zuschauerprüfung Fellner-Arena. Die Schotterpassagen in der Prüfung Rotthalmünster fuhren wir langweilig und verhalten. Vor WP 10 sprang unser Auto am Start nicht mehr an. Nach umschalten auf die zweite Benzinpumpe ging es Gott sei Dank weiter. Das bis dato drittplazierte Audi TT Team Karlsson/Fritzenmeier schied in WP 11 aus. So noch zweimal die Fellner-Arena als WP 12 A und B mit unterschiedlichem Ziel und es wäre geschafft. Auch das wieder ohne Probleme, kein Schlussservice mehr, sondern gleich zum Ziel Haslinger Hof. Gegen 18 Uhr 30 waren wir im Parc ferme. Umziehen, kurz etwas essen und dann zur Siegerehrung.
An den Platzierungen hat sich nicht mehr viel geändert, Gesamtsieger wurden wie erwartet Ruben Zeltner/Helmar Hilleberg auf dem weißen Porsche GT 3. Zweiter ebenfalls ein Porsche mit Timo Bernhard/Klaus Wicha vor dem Subaru Impreza von Holger Knöbel/Thomas Mönkemöller. Schnellster Mitropa-Cup-Fahrer wurde Anton Werner/Ralf Edelmann auf dem Audi Quattro als Fünfte. Kurz hinter den Beiden die Nachwuchsleute Raffael Sulzinger mit Pirmin Winklhofer als Sechste vor der Mitropa-Cup-Gesamtsiegerin Zupanc/Kacin auf Mitsubishi EVO 9. Trotz des schönen Wetters oder vielleicht gerade deshalb, war die Ausfallquote sehr hoch. So kamen gerade mal um die 60 Teams ins Ziel.
Die Zielankunft ohne Schaden am Auto entschädigte für die paar Kleinigkeiten die uns nicht gefielen. Uns hat es jedenfalls mächtig Spaß gemacht. Fred Winklhofer hat einen Superjob abgeliefert, ebenso wie unser Service rund um Sigi Schwaiger aus dem Autohaus Wutzer in Moosburg. Danke auch an den Eder Andy der in St.Pölten eine beheizbare Frontscheibe zwei Tage vor der Veranstaltung für mich geholt hatte.
Der größte Dank gilt natürlich Hans und Sigi. Der eine erlaubt es und der andere treibt es voran. Ohne die Beiden wäre der Astra längst in irgendeiner Tiefgarage verschwunden. Natürlich geht der Dank auch an die veranstaltenden Vereine und allen seinen fleißigen Helfern die den problemlosen Ablauf der Rallye sicherten.

 

Kathrein Rallye Rosenheim 2011 (von Reive)

Obwohl ja Michael Köchl bereits einen Bericht über diese Rallye geschrieben hat kommt von mir auch noch einmal etwas. Übrigens muß ich da noch sagen, dass ich es besonders toll und gut finde das die Scuderia Magra in Michael Köchl einen neuen und auch noch guten Schreiberling gefunden zu hat. Auch die ganze Facebook-Geschichte die er aufgezogen hat mit seinem Umfeld, ist ja irgendwie lustig. Auch wenn es datenschutztechnisch nicht ganz so prickelnd ist. Aber gut man muß mit der Zeit gehen. Und… dann sollen sie halt alles wissen von uns, ist doch uns egal…….
Nach einem relativ schweren Unfall, zumindest für unseren Astra im Jahre 2006 auf der Rallye Slowenien, dauerte es sage und schreibe 5 Jahre bis unser Rallyeauto wieder einsatzbereit war. Das hatte fahrzeugtechnische Gründe die aber hier zu weit führen würden. Jedenfalls im Sommer/Herbst 2011 war unser Opel Astra wieder einsatzbereit.
Nachdem wir unser Debüt mit dem KRT-Astra auf dem Rallyesprint in Freilassing bereits mit leichten Problemen absolviert hatten, sollte der endgültige Funktionstest auf der Rallye Rosenheim unter richtigen Rallyewettbewerbsbedingungen stattfinden.
So nannten wir Reinhard Veit/Thomas Eder und Stock Matthias/Primin Winklhofer als einzige Magraner zu dieser uns jaaus den Vorjahren bereits bekannten Rallyeevent.
Halt, Pfluftl fuhr mit Andy Wetzelsberger und seinem 2002 ebenfalls mit.
Ja und unser Cateringmann Quirin Strillinger mit Beifahrerin Christine Gabler war in der Histo-Gruppe mit seinem gelben Ford Escort 2 vertreten.
Nach Papierabnahme und einer wie jedes Jahr nicht enden wollenden Technischen Abnahme gingen wir kurz nach 10 Uhr auf die Besichtigungsetappe.
Drei verschiedene Prüfungen die je zweimal zu fahren waren inklusive einer etwas längeren Zwangspause, da im Anschluß an die Nationale Rallye ja auch noch die historischen Fahrzeuge über die WPs geschleust wurden.
WP 1 und 6 war ein neuer selektiver Rundkurs bei Vogtareuth. Die letzte WP im Gewerbegebiet von Rosenheim fiel heuer leider aus.
Gegen 12 Uhr 40 waren wir wieder zurück im Kathrein Werk 3. Um 13 Uhr und 4 Minuten war unsere Startzeit. Da fiel gleich mal das Mittagessen aus. Wir sprangen in unsere Fahreranzüge und gingen mit 70 weiteren Startern bei durchwachsenem Wetter an den Start mit einem Schwung historischer Fahrzeuge die am Ende des Feldes fuhren.
Mit Florian Stix im Mitsubishi, Robert Schilcher im H-Kadett und Alois Scheidhammer im Diesel-Astra fielen gleich 3 der schnellen Leute gleich in der Anfangsphase aus.
Aber keine Angst es blieben noch genug Schnelle übrig.
Die ersten beiden Wertungsprüfungen absolvierten wir normal. Nur Mathias Stock touchierte einen fetten Strohballen in einer Schikane und demolierte sich seine Fahrertüre. Auf der WP 3 des allgemein regnerisch durchwachsenen Tages ging so etwa 5 Minuten bevor wir starteten der Himmel auf und entlud tonnenweise Graupelschauer. Das zwang uns und das hintere Feld zu Höchstgeschwindigkeiten die normalerweise in der 30er Zone in München erreicht werden. Endlich in der einstündigen Zwangspause irgendwo in Bayern wartete, nein ich sag es nicht. Lieber so, der Zwangspausenbereich war nicht so wie man ihn sich sonst vorgestellt. Wohl dem der einen Schirm, eine Bank, eine Brotzeit und etwas zu trinken dabei hatte.
Die zweite Hälfte der Rallye verlief bis auf einen Dreher in WP 6 für uns wieder normal nur Mathias Stock mit Primin Winklhofer schieden nach leider schwerem Unfall, aber Gott sei Dank unverletzt, aus. Die These von Mathias das der Baum auf die Straße gesprungen ist, kann ich nach 35 jähriger, beruflicher Erfahrung als Landschaftsgärtner ausschließen, ich tippe eher an Außerirdische die den Baum auf die Straße gestellt haben.
Andy Wetzelsberger mit Pfluftl hatten die selben Witterungsprobleme wie wir und kamen ebenfalls unbeschadet in Rosenheim wieder an.
Den Gesamtsieger stellte die RGR gleich selber. Markus Stadler/Mike Bonhage waren die eindeutigen Sieger auf Ihrem VW Golf vor dem Damenteam Asja Zupanc/Kacin Blanka auf einem Gassner Mitsubishi. Die Siegerehrung hat auch immer etwas von der technischen Abnahme, war aber wie immer sehr gemütlich in der Kantine des Kathrein Werkes. Trotzdem vielen Dank an die RGR für den schönen Tag und die gute Auswahl der Strecken. Wir kommen sicher wieder.

 

Niederbayern Rallye3.4.2010 (von Reive)

Für alle die schon länger nicht mehr auf einer Rallye als Aktive, Funktionäre oder Zuschauer waren sei gesagt dass es in Deutschland mindestens „3“ verschiedene Rallyemeisterschaften gibt. Über die Gründe hierfür möchte ich mich hier aber nicht auslassen.
Zum einen die DRM Deutsche Rallye Meisterschaft (mit Rallies in den eher westlichen Bundesländern), und das ADAC Rallye Masters (mit Rallies aus ganz Deutschland) zu der auch die wohl allen bekannte, bayerische 3-Städte Rallye zählt. Als dritte Meisterschaft gibt es die Deutsche Rallye Serie des AvD (mit Rallies in den eher östlichen Bundesländern) zu der auch die Rallye Niederbayern zählt.
Natürlich gibt es auch noch einige andere Meisterschaften wie das Diesel-Masters und ähnliches.
Aber jetzt zum Eigentlichen. Rallye Niederbayern hieß 140 km Asphalt am Samstag
den 27. August. Am Freitag davor Papier- und Technische Abnahme, sowie die zweimalige Besichtigung der 6 Sonderprüfungen die je zweimal zu befahren waren. Abschließend gab es noch aus Teilen von gefahrenen WPs eine 19 km Prüfung als letzte und dreizehnte Wertungsprüfung.
Die Wertungsprüfungen waren sehr schnell und anspruchsvoll aber auch sehr schön. Wir fanden die Prüfungen (bis auf ein paar Stellen) jedenfalls hervorragend.
Des Weiteren stand ein zentraler Serviceplatz zur Verfügung auf dem sich die über 100 Teilnehmer ein Plätzchen suchen müssten. In der Ausgabe 2010 ist man wohl im Morast bei Dauerregen versunken. Da musste man abwarten wie es dieses Jahr werden würde. Veranstalter ist übrigens die Rallye Interessengemeinschaft Aussernzell e.V. um den ehemaligen Rallyefahrer Hans Bauer.
Als Veit/Eder wollten wir eigentlich wieder mal den Gruppe A-Opel Astra einsetzen, nach der mittlerweilen fünfjährigen Regenerationsphase wäre es wieder mal an der Zeit. Doch wie so meist wurde er wegen ein paar Kleinigkeiten nicht rechtzeitig fertig. Obwohl Sigi mit Helfern sich mit Herzblut bemühte kamen wichtige Kupplungsteile einfach zu spät. Vor allem wollten wir mal wieder eine richtige Rallye fahren mit einigermaßen WP-Kilometern. So stiegen wir wie schon öfter in den Miet Gruppe N-Opel Astra ein und starteten in derselben Klasse CTC bis 2000 ccm von nicht mehr homologierten Fahrzeugen. In der Starterliste musste man ganz schön suchen bis man uns fand.
Startnummer 115 von 125 Startern, so eine hohe Nummer hatte ich zuletzt Ende der
80er Jahre auf einer 200ter Rallye. Aber wir nahmen es gelassen und wollten gegen einen 40 Jahre alten Alfa Romeo dessen Besatzung heuer zum ersten Mal Rallies fuhr und ein paar alten Polos tapfer kämpfen.
Das Starterfeld heutzutage ist schon sehenswert. Neben Röhrl/Ihle im Audi S1 und Moufang im BMW M 3 als Vorwagen gehen dann schon mal 5 Porsche GT 3 an den Start. Danach kommt eine Armada von H und A Fahrzeugen, sowie eher potente
Dieselfahrzeuge und der schmutzige Rest zu dem auch wir zählten.
Natürlich waren wir nicht alleine. Drei weitere Freisinger Rallyeteams flankierten uns mit Hans Kögl/Christine Peter auf einem Opel Ascona Gr.1, Ralf Edelmann mit Anton Werner auf dem Porsche GT3 als Vorjahressieger und Familie Schachtner auf einem Allrad-Mazda. Wir teilten uns die Unterkunft und den Serviceplatz.
Während am Besichtigungstag noch gut 32 Grad im Schatten herrschten war für den Rallyetag ein Temperatursturz über Nacht angesagt.
Ein Blick zum Himmel nach dem Frühstück zeigte Wolken und leichten Nieselregen.
Vorab aber noch zu ein paar nicht ganz unwichtigen Personen.
Der größte Freisinger Block waren die Zuschauer, Serviceleute und Streckenposten von der WP 10 und 12. Neben Gregor Brannekämper, Martin Rövekamp, Martin Schwertl, Mr. Lösing, Glöckner Andi mit Spezi, Carsten Menzel, Florian Wacha, Foodagent Munu, Ralph Keidler vom AMC Moosburg, und dem Memminger Tom unterstützten uns noch beim Service der 3 Teams der freche Stockerl Michi, Alex, Michi Mineif, Motorenbauer Helmut Huber und natürlich Sigi Schwaiger.
Gegen 9 Uhr startete das erste Team mit Anton Werner/Ralf Edelmann auf dem GT 3 Porsche auf die erste Schleife mit 4 WPs. Da hatten wir noch knapp 2 Stunden Zeit bis zu unserem Start. Mein Vorschlag sich bezüglich der Reifen selbst ein Bild von der Sache zu machen wurde abgelehnt.
So fuhren wir in dem ersten Turn mit abgefahren Regenreifen. Wenn die WPs nass gewesen wären, wäre das auch sicher toll gewesen. Aber 4 völlig abgetrocknete
WPs brachten uns dazu nach den 4 absolvierten Prüfungen gleich wieder auf Slicks zu wechseln. Die Schachtners fielen leider bereits nach der ersten WP mit Turboladerschaden aus, obwohl Hans Schachtner bis 4 Uhr morgens noch geschraubt hatte. Hans Kögl fuhr zwar 25 Minuten vor uns hatte aber die gleichen Reifensorgen wie wir auf den Prüfungen.
Deshalb wurde beim ersten Service gleich auf Slicks gewechselt.
Auch hier hielt sich unser Glück in Grenzen, den nach nur einer Prüfung regnete es erneut wie aus Kübeln. Durch diese Witterungsbedingungen kam dann auch
Hans Kögl mit Christine Peter zu einem Ausflug in einen Notausgang direkt vor den Augen des Rundkursstarters Markus Peter.
Aber nicht jammern, es ging fast allen bis auf wenige Ausnahmen ähnlich. Unsere Zeiten bewegten sich zwischen dem 35. und 65. Platz des Feldes. Nur in einer Prüfung konnten wir mal eine 15.te Zeit parken. Übrigens im Regrouping versorgte uns Manfred Hiemer, der als Fahrerverbindungsmann auf dieser Veranstaltung  engagiert war, via Laptop mit topaktuellen WP-Zeiten und den Zwischenständen. Wieder am Serviceplatz bei Regen kämpfen die Serviceleute eher mit dem Schlamm als mit ihren eingesetzten Fahrzeugen. Gegen Ende des zweiten Turns fiel die Leistung von Hans Ascona durch ein Auspuffproblem stark ab, und unser N-Astra sprang im Regrouping nicht mehr an. Aber so einen N-Astra schiebt man ja leicht an. Mit einer neuen Batterie am Service war auch dieses Problem gelöst. Wir spulten das Restprogramm relativ fehlerlos ab und ärgerten uns nur noch über die letzte Prüfung die wir Dank der hohen Startnummer noch in der Nacht fahren mussten. Aber auch die hat dann noch mal richtig Spaß gemacht.
Außer Erfahrung haben wir natürlich nichts gewonnen, Tom und ich wurden Dritte von drei angekommen in der Klasse CTC und 43. Gesamt. Dafür gewann Hans Kögl mit Christine Peter die Histo-Klasse und wurde 62. Gesamt. Die Rallye Niederbayern aber hat das Ehepaar Zeltner auf einem Porsche GT 3 vor Stölzel/Windisch Porsche GT 3 und Werner/Edelmann ebenfalls Porsche GT 3 gewonnen. Gratulation an die Drittplazierten vom MSF Freising Anton Werner Ralf Edelmann.
Wir waren froh, dass wir den gemieteten Astra bis auf einen Außenspiegel unbeschadet an Sigi zurückgeben konnten. Das verlassen des Serviceplatzes gegen 22 Uhr war für die heckgetriebenen Sprinter, Movanos und VW Busse noch einmal eine Herausforderung. Ohne Schieben oder Schleppen war da nichts mehr zu machen.
Gegen 23 Uhr fand dann die Siegerehrung in Aussernzell statt. Wir genehmigten uns während dessen ein schönes Abendessen.
Fazit: Eine schöne, gut organisierte Asphaltrallye im Raum Bayern. Und wer mit
seinem Rallyeauto einmal in einen richtig schönen Geschwindigkeitsrausch abtauchen will, der ist auf der Niederbayern Rallye gut aufgehoben

Mehr Berichte gibt's in unseren Archiven: hier 2005-2006 und hier 2003-2004 und hier 2000-2002


Rallyesport beim MSF Freising

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